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Kopenhagen boykottieren? 

Wenn die Verhandlungspartner in den Klimaverhandlungen in Kopenhagen eine Einigung erzielen, werde das tiefgreifende Veränderungen in der Energieproduktion, in der Landwirtschaft und für die Entstehung neuer, komplexer Märkte im Bereich der globalen Erwärmung bedeuten, so die New York Times. "Was soll das alles kosten? Die kurze Antwort ist: Billionen Dollar im Laufe der nächsten Jahrzehnte", schreibt das Blatt. In der Washington Post rät daher Sarah Palin, dass Obama die Gespräche in Kopenhagen boykottieren sollte. “Ohne zuverlässige Wissenschaft und wo soviel auf dem Spiel steht, sollten die Amerikaner den Ergebnissen der Konferenz misstrauen.”

So sehr wie es anderen Ländern auch mißfällt, der Weg zu einer ernsthaften globalen Vereinbarung führt durch den US-Kongress, erklärt Environmental Defense Fonds-Präsident Fred Krupp im Wall Street Journal. Erst wenn der US-Senat im Frühling handelt, sei eine dauerhafte und wirksame Vereinbarung zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen durch große, schnell wachsende Verursacher wie China möglich. Unterdessen sagte Senator John Kerry nach einem Treffen mit Majority Leader Harry Reid am Dienstag, dass dieser und Obama umfassende Gesetze zum Klimawandel nach der Finanzreform unterstützen werden, schreibt The Hill in einem weiteren Artikel. Während in Kopenhagen die Verhandlungen laufen, sei in einem halbstündigen Treffen mit Reid und einigen anderen Mitgliedern die Strategie besprochen worden.

Trotz nahezu allgemeiner Übereinstimmung darüber, dass die globale Erwärmung real ist und dass die amerikanische Führung danach streben sollte, Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren, entziehen sich die Demokraten weiter der Umsetzung dieser beiden “Überzeugungen” in gesetzgeberische Maßnahmen. “Weil solche Gesetze eine Gefahr für die einzelnen Senatoren sind”, so Michael D. Blomquist im Politico.

Nach der Feststellung der Environmental Protection Agency, dass Kohlendioxid
eine Bedrohung für die menschliche Gesundheit darstellt, erwarten Sachverständige, dass es Jahre benötigen wird, um dies zu lösen, so The Hill. Ob es aber wirklich zu einem "schönen Chaos" kommt, wie Representative John Dingell vorhergesagt hat, hänge davon, ab, wieviel Flexibilität Energieunternehmen und anderen Verschmutzern bei den neuen Standards eingeräumt wird und ob der Kongress dann möglicherweise ein Emissionsrechte-Handel-Gesetz verabschiedet, das die Unsicherheit rund um die Regulierungen beendet.

Ebenfalls im Politico sprechen sich deswegen die Vize-Vorsitzenden der US Climate Task Force, Robert J. Shapiro und Elaine C. Kamarck, für eine CO2-Steuer aus, da diese ‘für die Politk als auch für das Klima besser’ wäre.

Posted on Mittwoch, Dezember 9, 2009 at 05:04PM by Registered Commenterkasusa in , , , , , | CommentsPost a Comment

Medienecho zu Kopenhagen 

Am Montag beginnt die größte und wichtigste UN-Klimakonferenz, die es in der Geschichte gegeben hat, so die Associated Press. Diplomaten aus 192 Nationen müssen sich darüber im Klaren sein, dass dies die beste und letzte Chance für eine Einigung sein kann, die die Welt vor der katastrophalen globalen Erwärmung zu schützen vermag, so das Blatt. Die Konferenz, Höhepunkt von 2-jährigen Verhandlungen, steht unter einem guten Stern, haben doch reiche Länder und Schwellenländer versprochen, ihre Treibhausgase einzudämmen. Wichtige Fragen seien aber noch nicht geklärt.  

Befürworter der Klimagesetzgebung im US-Senat hoffen, dass die Konferenz nicht nur auf Impulse für einen verbindlichen internationlen Vertrag, sondern auch für die Gesetzgebung im nächsten Jahr setzt. Zur gleichen Zeit könnten auch andere Faktoren die Verhandlung erschweren, weil unsicher ist, wie man Entwicklungsländer wie China und Indien zu überprüfbaren Zielen zur Verringerung der Kohlenstoffemissionen verpflichten will. Derweilen setzt eine Gruppe von Gesetzgebern und Mitarbeitern des Kongress widersprüchliche Botschaften an die internationale Gemeinschaft, inwieweit dieser bereit ist, den Klimawandel zu bekämpfen.

Die New York Times findet daher, dass es bei den Verhandlungen in Kopenhagen nur um "Standpunkte und Erwartungen" geht, während es im nächsten Jahr um Ergebnisse geht. Denn letztendlich braucht der Präsident die Zustimmung des Kongresses und er hat noch einen Berg an Arbeit vor sich, will er ein umfassendes Abkommen auf den Weg bringen. Die Washington Post lobt derweilen China, Indien und die UN für ihre verbindlichen Zielsetzungen vor der Konferenz, um zumindest die Welt “auf den richtigen Weg” zu bringen. Jetzt gehe es darum, wie Milliarden-Gelder und Technologie aus reichen Ländern in Entwicklungsländer verlagert werden, so das Blatt weiter.

"Erwarten Sie aus Indien keine verbindlichen Fristen, die die Reduzierung von Emissionen erzwingen”, warnt allerdings A. Sandeep, Dekan des Indian Institute of Planning and Management im Boston Globe. “Beim Abendessen in diesem Herbst sagte mir die indische Umweltministerin, Jairam Ramesh, dass Verhandlungen Indiens mit der Welt über das heikle Thema der Emissionen keine Annäherung bringen werden. Aber Indien sei “nahe an Verhandlungen dran”.  

Wenn die Gespräche beginnen, dürften sich Unternehmer staerker auf Washington konzentrieren, wo die Regierung Obama voraussichtlich schon am Montag offiziell erklären wird, dass Kohlendioxid ein gefährlicher Schadstoff ist, so das Wall Street Journal in einem Kommentar. Eine “Gefahr” sieht auch die Environmental Protection Agency, die den Weg für die Regierung ebenen könnte. Diese koennte dann von Unternehmen verlangen, dass Kohlendioxid und fünf andere Treibhausgase kostspielige Änderungen an Anlagen fordern, um die Emissionen reduzieren zu können, auch wenn der Kongress die neue Gesetzgebung ablehnen sollte. 

Paul Krugman meint in der New York Times, dass die Verringerung der Treibhausgasemissionen machbar und auch notwendig ist. “Ernsthafte Studien sagen, dass wir einen drastischen Rückgang der Emissionen bereits durch eine geringe (negative) Auswirkung auf das Wirtschaftswachstum erreichen können. Eine Einigung in Kopenhagen würde wahrscheinlich dazu beitragen, dass sich die Wirtschaft erholt." Anders sieht es Autor James Hansen in der New York Times, der meint, dass der Emissionsrechtehandel wenig dazu beitraegt, die globale Erwärmung zu verlangsamen oder unsere Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren. Er würde lediglich Verschmutzern und Wall-Street-Händlern erlauben, die Öffentlichkeit um Milliarden Dollar zu erleichtern, so der Autor.  

"ClimateGate” wirft beunruhigende Fragen über wissenschaftliche Standards auf, meint Gordon Crovitz im Wall Street Journal. Trotzdem sei es bemerkenswert, zu sehen, wie schnell sich korrekte Informationen verbreiten. Nachdem jahrelang Anfragen ignoriert wurden, kommt jetzt eine neue Offenheit in die Debatte. Auch die einflussreichsten Wissenschaftler müssten ihre Einstellung vor dem ”Gericht” beweisen, der öffentlichen Meinung. Im Internet würden schliesslich alle Ansichten gehört. Der Boston Globe kritisiert ebenfalls in einem Kommentar, dass die Regierungschefs weltweit immer noch zögern, die Meinung ihrer Bürger nach Möglichkeiten zur Senkung von Treibhausgasemissionen zu ändern, was der Grund ist, weswegen Experten auch mit geschoenten Studien niemanden überzeugen können.

Der konservative Power Line Blog bezieht sich auf diese Berichterstattung in der Washington Post zum "Climategate" und kritisiert, dass Politiker sich auf mehr Gewissheit stützen als Wissenschaftler bieten koennen. Auf diese werde Druck ausgeübt, Ergebnisse zu fälschen oder Stellen, die sich nicht mögen, zu streichen. Es scheint eher, als ob fanatische Wissenschaftler, mit opportunistischen Politikern als Helfer, für die gereizte politische Atmosphäre verantwortlich sind, so der Autor.

Der konservative Blogger Allahpundit von Hot Air kritisiert derweilen die 140 Privat-Jets und 1200 Limousinen, die in Kopenhagen auf den Straßen unterwegs sein werden. Die lokalen Flughäfen könnten die Maschinen schon nicht mehr aufnehmen, sodass viele Maschinen, nachdem sie ihre Passagiere in Kopenhagen absetzen, auf andere regionale Flughäfen weitergeleitet werden müssen. All dies für das Privileg, sich mit wichtigen Persönlichkeiten auf einer Konferenz zu treffen, die nicht nur das falsche Ziel verfolgt, sondern auch zum Scheitern verurteilt sei.

Klimawandel weniger wichtig? 

Der Anteil der Amerikaner, die glauben, dass die globale Erwärmung tatsächlich geschieht, ist von 80 auf 72 Prozent gesunken, wie eine neue Washington Post-ABC News-Umfrage festgestellt hat. Trotzdem unterstützt nach wie vor eine Mehrheit eine nationale Obergrenze für die Emission von Treibhausgasen, so die Washington Post. Weiter sind 55 Prozent der Befragten der Ansicht, dass die USA ihren Kohlenstoff-Ausstoß eindämmen soll, auch wenn die großen Entwicklungsländer wie China und Indien das nicht vorhaben. Durch die zunehmende politische Polarisierung müssen die Obama-Administration und die Demokraten im Kongress ihre Anstrengungen zum Klimaschutz verstärken, damit ein internationaler Pakt gegen die globale Erwärmung doch noch zustande kommt.

Derweilen versuchen hochrangige Republikaner im House Energy and Commerce Committee einen längst abgeschlossenen Betrugsfall in Kalifornien zum Thema zu machen. Sie erhoffen sich damit, ihre Argument gegen eine Gesetzgebung zum Klimaschutz untermauern zu koennen, so The Hill. Represenative Joe Barton und der Abgeordnete Greg Walden (aus Oregon), die führenden Republikaner im Ausschuss, haben ein Bundesgericht aufgefordert, Dokumente vom California Credit Trading Program aus dem Jahre 2005 freizugeben. Barton bezeichnet diesen Fall als “warnendes Beispiel” für eine Einrichtung eines bundesweiten Emissionshandels.

Unterdessen versucht die Regierung Obama ein Programm zur Lösung des Energieproblems zu entwickeln. Dabei handelt sich um ein landesweites Programm, das einen gewaltigen Umbruch in der U.S.-Wissenschaft bedeutet, wie das Wall Street Journal berichtet. Die Regierung will mit einer Milliarden-Dollar-Investition die  Energieforschung mit 17 riesigen Forschungseinrichtungen vorantreiben. In diesen sollen neue Energiequellen, effizientere Autos und Maßnahmen gegen den Klimawandel entwickelt werden, so das Blatt weiter.

Dicke Luft in der Klima-Debatte

Die Vereinigten Staaten stehen davor, ein kurzfristiges Ziel für die Verringerung von Treibhausgasemissionen für die Tagung in Kopenhagen im nächsten Monat vorzuschlagen, sagte ein leitender Beamter der Administration am Montag, so die New York Times. Es heisst, Obama werde das konkrete Ziel in den nächsten Tagen bekannt geben.

Derweilen können Bundesstaaten, die auf der Suche nach neuen Einnahmen sind, den Emissionsrechte-Handel entwickeln. Ein solches Programm würde mehr als die Hälfte der US-Wirtschaft abdecken, wenn der Kongress auf einen Bundes-Emissions-Markt verzichtet, so Bloomberg News. Zehn nordöstliche Staaten hätten bereits ein solches Programm für Kraftwerke und seit September einen Umsatz von $432,8 Millionen erreicht. Zwei weitere regionale Programme für das Jahr 2012 gegen andere Schadstoffquellen wie Fabriken, Autos und Lastwagen seien bereits in Planung, so das Blatt weiter.

Republikaner im Kongress haben begonnen, Klima-Wissenschaftler zu untersuchen, die widersprüchliche Meinungen zum Klimawandel versucht haben zu unterdrücken, so das Wall Street Journal. Die Dokumente, die von Hackern entwendet wurden, sollen unterschiedliche Auffassungen zur globalen Erwärmung enthalten.

Atomkraft galt lange Zeit als umweltgefährdend - erweist sich aber vielleicht als Waffe gegen den Klimawandel, wie die Washington Post berichtet. Dieser Auffassung seien auch Umweltschützer, die einst gegen Atomkraft gekämpft haben. “Es wurde seit 13 Jahren in den Vereinigten Staaten kein neues Kernkraftwerk mehr in Betrieb genommen", so das Blatt. Das soll sich jetzt ändern.

Posted on Dienstag, November 24, 2009 at 04:32PM by Registered Commenterkasusa in , , , , , | CommentsPost a Comment

Climate leaks 

Die wissenschaftliche Gemeinschaft sorgt sich um den Verlust von tausenden E-Mails und Dokumenten des Climate Change-Forschungscenters, das letzte Woche Opfer von Hackern geworden ist, schreibt das Wall Street Journal. Die Dokumente werfen ethische Fragen auf über eine Gruppe von Wissenschaftlern, die behaupten, dass Menschen für die globale Erwärmung verantwortlich sind. Die Korrespondenz zwischen Dutzenden von Klimawandel-Forschern, darunter viele in den USA, zeige, dass immer noch Uneinigkeit herrscht zwischen Wissenschaftlern, die glauben, dass menschliche Aktivitäten die globale Erwärmung verursacht und Konkurrenten, die argumentieren, dass die Verbindung zwischen Mensch und Klimawandel ungewiss ist.

Grüne Energie" sei keine Patentlösung zur monumentalen Arbeitslosigkeit des Landes, und tut wenig, um die Wirtschaft aus der tiefsten Rezession seit Jahrzehnten zu befreien, sagen Ökonomen, so die Washington Times. Seit 1997 wird versucht, mit dem internationalen Kyoto-Abkommen die globale Erwärmung zu bekämpfen. Doch der Klimawandel habe sich verschärft und beschleunigt, berichtet derweilen die Associated Press. In Grönland und der Antarktis hätten Eisschilde Billionen Tonnen Eis verloren. Und Gebirgsgletscher in Europa, Südamerika, Asien und Afrika schrumpfen schneller als zuvor, so das Blatt. 

Posted on Montag, November 23, 2009 at 12:35PM by Registered Commenterkasusa in , , , , | CommentsPost a Comment

2010

Während sich der Kongress mit Gesundheitsreform, Finanzreform und Klimaschutz beschäftigt, sehen Kandidaten und ihre Wahlkampfteams eine “unwiderstehliche Gelegenheit”, vor den richtungsentscheidenden Zwischenwahlen im nächsten Jahr an Gelder zu kommen, so der Politico. Beide Parteien betreiben mit den drei Themen viel Fundraising. Das geschehe aber weit weg von der Oeffentlichkeit, so das Blatt.

Derweilen scheint Floridas Gouverneur Charlie Crist sein politisches Geschick verloren zu haben. Er gefährdet seinen Status als vorraussichtlich nächster Senator von Florida und wirft damit in Washington und Tallahassee die Frage auf, ob der scheinbar unbesiegbare Republikaner seinen politischen Kompass verloren haben, schreibt der Politico in einem anderen Artikel.

Klimaverhandlungen zum Scheitern verurteilt?

Weniger als einen Monat vor den Verhandlungen in Kopenhagen mit dem Ziel die globalen Treibhausgas-Emissionen einzudämmen, befuerwortet die Obama-Administration einen begrenzten kurzfristigen Klima-Pakt und die Verschiebung langfristiger Maßnahmen bis zum nächsten Jahr, so die Washington Post. Die Verschiebungs-Strategie werde weitgehend von den Realitäten der Innenpolitik getrieben, so das Blatt weiter. “Die Regierung kann einem internationalen Abkommen noch nicht nachkommen, weil der Kongress dazu noch kein Gesetz verabschiedet hat.”

Derweilen äussern Kritiker, der Kongress sei zu optimistisch bei der Umstellung von Kohle auf Erdgas und geben zu Bedenken, das so grosse Vorkommen in den USA noch nicht gesichert wären, schreibt die Washington Times. Einige Umweltverbände, Wissenschaftler und Analysten meinen, dass die Techniken der Industrie zur Gewinnung des Gases in weiten Teilen des Landes sich noch nicht als wirtschaftlich sicher erwiesen haetten und dadurch das Grundwasser verunreinigt werden könnte.

Philip Stephens warnt in der Financial Times, dass die Verhandlungen in Kopenhagen zwar "zum Scheitern verurteilt" sind und appeliert aber besonders an die Regierungschefs der USA und China, sich auf ein Abkommen zu einigen.

Posted on Freitag, November 13, 2009 at 12:49PM by Registered Commenterkasusa in , , , , , | CommentsPost a Comment

Klima kann warten

Wenn der Senat diese Woche die Rechtsvorlage zum Klimaschutz prüft, kommt den Senatoren im Mittleren Westen bei dem Kompromiss über die Verteilung der wertvollen Emissionszertifikate eine Schlüssellrolle zu, schreibt The Hill. Der Finanzausschuss des Senats, unter Vorsitz von Senator Max Baucus, ist dabei, sich mit der Vereinbarkeit von Klimaschutz und Wirtschaftsförderung auseinandersetzen. Chuck Grassley, hochrangiges Mitglied des Finanzausschusses, warnte aber am Dienstag, dass Klimaschutz nicht nur Vorteile bringt, sondern die Kosten für die Verringerung von Kohlendioxidemissionen die US-Wirtschaft zu tragen habe, so Roll Call. Grassley machte diese Bemerkungen in der ersten Sitzung des Environment and Public Works Committee, dass letzte Woche ein ambitioniertes Gesetz zum Klimaschutz auf den Weg gebracht hat.

Derweilen fordert UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon den Senat auf, noch vor den internationalen Klimaverhandlungen in Kopenhagen im Dezember diesen Jahres Fortschritte zu erzielen, so der Politico. Es sei aber unwahrscheinlich, dass der Senat noch vor Dezember ein entsprechendes Gesetz verabschiedet. Ban habe daher dem Senat empfohlen, mindestens einen Entwurf mit hohen Zielen zur Reduktion von Treibhausgasen und anderen Umweltbelastungen in den Vereinigten Staaten vorzulegen.

Dass die Regierungen jetzt handeln müssen, um einen katastrophalen Klimawandel oder zusätzliche Kosten von 500 Milliarden Dollar pro Jahr augrund verspäteter Maßnahmen zum Klimawandel zu verindern, schreibt auch die Los Angeles Times am Dienstag nach einem veröffentlichten Bericht der International Energy Agency. Diese teilte gestern mit, dass eine neue globale Übereinkunft, Kohlenstoff-Emissionen zu begrenzen, einen deutlichen Anstieg des Ölverbrauchs in den kommenden Jahren zur Folge hätte. Damit könnte eine alternative Energiequellen und neue energieeffiziente Maßnahme erschlossen werden, so das Wall Street Journal.

Für Umweltschützer spielen Veteranen-Verbände eine Schlüssellrolle in ihrem Bestreben, das Gesetz zum Klimaschutz der demokratischen Senatorin Barbara Boxer zu stützen, schreibt der Politico. “Die militärische Führung stellt die Verbindung her zwischen der Energieeffizienz des Klimawandels und der nationalen Sicherheit.” Hochrangige Militärs und ehemalige Generäle und Admirale leihen ihre Sterne (auf den Mützen) nun der Energiesicherheit. Damit könnte die politische Basis für eine neue Klimapolitik erweitert werden, so das Blatt.

Kein Tauwetter in der Klima-Debatte 

Nichts trennt die Parteien im Senat so sehr wie das Problem der globalen Erwärmung. Erwartungsgemäss drängten die Demokraten im Environment and Public Works Committee auf einen entsprechen Gesetzentwurf ohne Teilnahme der Republikaner, so die New York Times. Dieser wurde nun von den Demokraten mit 11-zu-1 Stimmen durchgewunken. Jedoch stimmte der Demokratische Senator Max Baucus dagegen.

Während die Demokratische Senatorin Barbara Boxer noch den Sieg bei der Abstimmung feierte, waren andere Demokraten und Republikaner schon bei Plan B, schreibt der Politico. Gemäßigte aus beiden Parteien ersuchen nun die Senatoren John Kerry, Lindsey Graham und Joe Lieberman um einen Alternativplan, der mehr Anreize für die Kernenergie enthält, sowie Kraftstoffe aus erneuerbaren Quellen vorsieht und sogar Rohstoffsuche im eigenen Land und damit Unterstützung von moderaten Demokraten und einigen Republikanern erhalten wird.

Ein Antrag auf öffentliche Gelder für die Finanzierung des von den Chinesen initiiertes Wind-Energie-Projekts in Texas zu verwenden, wurde von einigen Mitgliedern des Kongresses scharf angegriffen. Das zeige wieder, wie schwer es fuer ausländische Firmen ist, an US-Gelder für alternative Energie-Projekte zu gelangen, berichet das Wall Street Journal.  In einem Schreiben vom Donnerstag an Energieminister Steven Chu fordert Senator Charles Schumer das Department auf, die Projekte zur Wind-Energie in Texas nicht mit 1,5 Milliarden Dollar zu unterstützen, bis Turbinen und andere Komponenten der Anlagen von US-Firmen gebaut werden.  

Derweilen ist unter amerikanischen Umweltgruppen eine merkwuerdige Debatte über die Bedrohung durch den Klimawandel ausgebrochen, so die Washington Post. Auslöser war der Senat, der sich jetzt mit dem Thema beschäftigt." Einige Gruppen schalten auf stur was Waldbrände, schmelzende Gletscher und steigende Meeresspiegel anbelangt. Nicht weil sie aufhören, sich zu sorgen, sondern weil sie versuchen, Menschen dafür zu gewinnen, weniger ueber Klimaschutz und nicht-ökologischer Nebeneffekte, sondern mehr über "grüne" Arbeitsplätze und weniger Öl nachzudenken", so das Blatt weiter.

Posted on Freitag, November 6, 2009 at 12:33PM by Registered Commenterkasusa in , , , , , | CommentsPost a Comment

Teurer Klimaschutz 

Unmut wird auch in der Debatte über die Kostenübernahme für den Klimaschutz erwartet. Der Senat und die Ausschussmitglieder müssen sich spätestens am Dienstag der politischen Realität stellen, wenn über die Finanzierung debattiert wird, schreibt die Washington Post. Die Demokraten sind in dieser Frage tief gespalten. Eine Einigung könne es nur geben, wenn einige Republikanische Abgeordnete im derzeitigen Finanzierungsplan ein Risiko sehen. Ansonsten gebe es für das Inkrafttreten der entsprechenden Gesetze kaum noch Hoffnung, schreibt die Washington Post.

Derweil ist im Ausschuss Environment and Public Works Committee ein Streit über die Rechnung zum Klimaschutz ausgebrochen. Dieser zeigt, wie schwierig es für die Obama-Administration sein wird, ihre Version noch in der laufenden Legislaturperiode durch den Senat zu bringen, so der Politico. Die Vorsitzende des Ausschusses, Barbara Boxer, erwartet am Dienstag eine Überarbeitung der Gesetzesvorlage, auch wenn alle sieben Republikaner im Ausschuss planen, das Verfahren zu boykottieren.

Die Klimaverhandler der Vereinten Nationen treffen sich diese Woche in Barcelona und werden erörtern, wie weit Entwicklungsländern wie China und Indien für die Erderwärmung verantwortlich gemacht werden können, so Bloomberg News. Während die UNO Industrieländer auffordert, verbindliche Ziele für ihre Kohlenstoff-Emissionen zu akzeptieren, können ärmere Länder nur aufgefordert werden, Maßnahmen zur Begrenzung der Emissionen, wie dem Bau von Wind-Energie-Kraftwerken, zu ergreifen.

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